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agni

dravyaguna

Ethymol. dravya = Substanzen; guna= Eigenschaften

Die ayurvedische Lehre von den Heilmitteln, die ayurvedische materia medica, ist immens und umfasst sowohl pflanzliche, tierische wie mineralische Arzneimittel. Dravyaguna beschreibt systematisch die Eigenschaften aller Substanzen, aus denen sich ihre Wirkmechanismen zu unterschiedlichen Zwecken ableiten.

Bereits in den frühen ayurvedischen Schriften werden ca. 300 bis 1150 medizinisch eingesetzte Heilpflanzen nach den Kriterien der ayurvedischen Wissenschaft qualitativ klassifizierten. Zudem finden sich Hinweise zur Galenik, genaue Dosierungsanleitungen, passende Indikationen, therapeutisch interessante Kombinationsmöglichkeiten etc.

„Es gibt keine Substanz, die nicht therapeutisch eingestzt werden kann“, heißt es in der Caraka Samhita. In diesem Sinnen gehören z.B. auch unsere Nahrungsmittel zum Kanon des dravyaguna.

Etliche Monodrogen und Präparate sind ob ihrer überzeugenden Wirkspektren in den letzten jahrzehnten wieder verstärkt auch ins Interessse moderner Forschung geraten (s. pubMed). Es gab bereits mehrere Versuche internationaler Pharmakonzerne, sich einzelne im Ayurveda seit Jahrtausenden gebräuchliche Pflanzen patentieren zu lassen. (Stichwort: Biopiraterie)

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